Aktuelles

Frühstartrente für Kinder soll schrittweise kommen

Mit der Einführung einer Frühstartrente für Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren soll die private Altersvorsorge bereits im Kindesalter beginnen. Dazu hat die Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes zur „Einführung einer Frühstartrente“ (BT-Drs. 21/7864) eingebracht.

Anonyme Bewertung: Portalbetreiber muss nach behaupteter Rechtsverletzung Betroffenem Unterlagen zugänglich machen

Portalbetreiber müssen nach einem konkreten Hinweis offensichtlich rechtswidrige Inhalte - hier Unternehmensbewertung - löschen. Erlangt der Portalbetreiber nach einem solchen Hinweis von dem angehörten Bewerter Unterlagen, die der Rechtswidrigkeit entgegenstehen, sind diese - ggf. anonymisiert - dem Betroffenen zugänglich zu machen, da er andernfalls die behauptete Rechtsverletzung nicht konkret darlegen kann, entschied das OLG Frankfurt (Az. 16 W 40/26).

Bundesregierung legt Reform des Kartellrechts vor

Die Bundesregierung will mit einem Gesetzentwurf (BT-Drs. 21/7865) das Kartellrecht reformieren. Kartellrechtsverfahren sollen schneller, effizienter und digitaler werden, um das Bundeskartellamt zu entlasten.

Anwaltszulassung weg - Trotz Millionen-Immobilien: AGH NRW bestätigt Vermögensverfall

Zahlt ein Anwalt wiederholt offene Forderungen nur auf Druck der Zwangsvollstreckung und gerät kurz darauf wieder in Zahlungsschwierigkeiten, kann dies bereits wegen ungeordneter Vermögensverhältnisse als „Vermögensverfall“ gedeutet werden. Dies hat der AGH NRW entschieden (Az. 1 AGH 20/26). In diesem Fall sei die Anwaltszulassung zu widerrufen. Darauf macht die BRAK aufmerksam.

Leasingübernahme: Überraschende Mithaftungsklausel

Eine AGB-Klausel in einem Leasingübernahmevertrag über die fortbestehende Mithaftung des ausscheidenden Leasingnehmers für Verbindlichkeiten des eintretenden Leasingnehmers ist überraschend, wenn diese Mithaftung nicht jedenfalls hervorgehoben oder räumlich vom Haupttext getrennt ist und der Vertrag insgesamt nach seinem Erscheinungsbild nicht auf diese Mithaftung hinweist. So das OLG Frankfurt (Az. 17 U 141/25).

Deutlich zu schnell unterwegs: Vorfahrtberechtigter haftet nach Unfall überwiegend selbst

Wer Vorfahrt hat, darf grundsätzlich darauf vertrauen, dass andere Verkehrsteilnehmer diese beachten. Doch auch ein Vorfahrtberechtigter haftet bei einem Unfall selbst, wenn er die erlaubte Geschwindigkeit erheblich überschreitet. Das hat das LG Frankenthal entschieden (Az. 4 O 221/23).

Trennungshund darf versteigert werden: Kein Wechselmodell für unverheiratete Ex-Partner

Was passiert mit dem gemeinsamen Hund einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft im Fall der Trennung? Ist ein „Wechselmodell“ oder die „Zwangsversteigerung“ die Lösung? Diese Fragen hatte das LG Koblenz zu entscheiden (Az. 6 S 174/24).

Fußschmerzen nach einem 12-Kilometer Marsch stellen keinen Dienstunfall dar

Das VG Aachen hat die Klage eines Bundeswehrbediensteten auf Anerkennung von Fußbeschwerden nach einem 12-Kilometer-Marsch als Dienstunfall abgewiesen, weil die Beschwerden auf bereits bestehenden Vorerkrankungen beruhten und nicht ursächlich durch den Marsch verursacht wurden (Az. 1 K 2337/25).

Entgeltliche Weinbergsrundfahrten mit Planwagen sind keine Brauchtumsveranstaltungen

Regelmäßig angebotene und entgeltliche Planwagen-Fahrten durch Weinberge dürfen ohne entsprechende Konzession nicht durchgeführt werden. Dies hat das VG Neustadt entschieden und damit die Klage eines Winzers vollumfänglich abgewiesen (Az. 3 K 1530/25.NW).